28.04.2010. Um Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen hat die Europäische Kommission deutsche Staatshilfen für den neuen Offshore-Windpark Alpha Ventus blockiert. Die EU-Kommission prüft nun den Zuschuss der Bundesregierung in Höhe von 30 Millionen Euro.
Die Europäische Kommission und Deutschland sind uneins über Staatshilfe für den neuen Hochsee-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee. Die Brüsseler Behörde blockiere einen Zuschuss von 30 Millionen Euro für das Pionierprojekt, das am Dienstag eingeweiht wurde, erklärte das Bundesumweltministerium dem „Handelsblatt“ vom Mittwoch. Die Kommission hat demnach Wettbewerbsbedenken. Die Kommission teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie „noch keine Entscheidung“ getroffen habe. „Die Kommission prüft die Informationen, die Deutschland kürzlich zur Verfügung gestellt hat.“
Alpha Ventus ist der erste Windpark in Deutschland, der auf hoher See Strom produziert. Ein Konsortium aus den Energiekonzernen E.on, Vattenfall und RWE investierte in die Anlagen 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum insgesamt 250 Millionen Euro. Die Windenergie-Anlage soll jährlich eine Leistung von 220 Gigawattstunden erbringen und den Stromverbrauch von rund 50.000 Haushalten decken. Mit Bau und Betrieb des Offshore-Windparks sollen auch Erfahrungen für zukünftige Projekte gewonnen werden. Mehr Informationen zur Eröffnung von Alpha Ventus finden Sie auch auf der Internetseite der Energiewende Starnberg.
Eine aktuelle Reportage zum Thema Windenergie vom 26. April 2010 finden Sie bei Spiegel online.
Ebenfalls von Spiegel Online gibt es einen Video-Film zu Alpha Ventus.
Seite weiterempfehlen
