Deepwater Horizon: Alarm war ausgeschaltet

24.07.2010. Es scheint unfassbar: Der Alarm auf der explodierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” war abgestellt. Und zwar schon seit Monaten. Das sagte der Leitende Techniker jetzt bei einer Anhörung.

Auf der im Golf von Mexiko nach einer Explosion versunkenen Bohrinsel “Deepwater Horizon” wurde offenbar schon Monate vor dem Unglück ein wichtiger Alarm deaktiviert. Bei einer Anhörung in New Orleans zur Klärung der Unglücksursache am Freitag sagte der leitende Elektrotechniker der Bohrinsel, Mike Williams, Manager auf der Plattform hätten die Alarmsignale ausschalten lassen, damit die Arbeiter nicht “um drei Uhr morgens” durch einen Fehlalarm geweckt würden.

Die vom britischen Erdölkonzern BP betriebene Bohrinsel war im April nach einer Explosion gesunken und hatte die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Bei der Explosion kamen elf Arbeiter ums Leben. Die Sensoren des Alarms, der vor Feuer oder einer hohen Konzentration giftiger oder explosiver Gase warnt, hätten zwar funktioniert, die Alarmsignale seien aber blockiert worden, sagte der Techniker. Er habe dies vor einem Jahr zum ersten Mal bemerkt.

Sturm “Bonnie” stoppt die Arbeiten

Unterdessen hat der Tropensturm “Bonnie” die Arbeiten im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko erneut zurückgeworfen. BP bestätigte am Freitag, dass wegen “ungünstiger Wetterbedingungen” die Arbeiten am lecken Bohrloch im Golf von Mexiko vorübergehend unterbrochen werden mussten. Durch die Evakuierung von Schiffen und Gerät könnte sich die endgültige Verschließung des Bohrlochs nun weiter verzögern.

Auf der im Golf von Mexiko nach einer Explosion versunkenen Bohrinsel “Deepwater Horizon” wurde offenbar schon Monate vor dem Unglück ein wichtiger Alarm deaktiviert. Bei einer Anhörung in New Orleans zur Klärung der Unglücksursache am Freitag sagte der leitende Elektrotechniker der Bohrinsel, Mike Williams, Manager auf der Plattform hätten die Alarmsignale ausschalten lassen, damit die Arbeiter nicht “um drei Uhr morgens” durch einen Fehlalarm geweckt würden.

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Quelle: AFP, N24, Foto: AFP



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