Studie: Nachhaltige Mobilität in Ballungszentren

Mit einer umfassend angelegten Studie sollen Leben, Wohnen und Verkehr in der Stadt der Zukunft erforscht und definiert werden. Dafür ist jetzt ein Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) gestartet worden.

Wie kommt man in der Stadt der Zukunft von A nach B? Mit dem Elektrofahrrad? Mit der S-Bahn? Oder zu Fuß? Wird es überhaupt noch mehrspurige Schnellstraßen in der Stadt geben?

Ein neues Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE), das von der Stiftung Mercator gefördert wird, will alternative Wege zu einer nachhaltigen Mobilität im Ballungsraum Ruhr aufzeigen und eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung- und Mobilitätspolitik ermöglichen.

Die Stiftung Mercator stellt für das Projekt „Neue Verkehrskonzepte für die Stadt der Zukunft“ des Instituts für Stadtplanung und Städtebau (ISS) insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung. Erforscht werden Verkehrsströme, die Vermeidung belastender Abgas- und Lärmemissionen sowie der Einfluss städtischer Faktoren auf die Lebenssituation der Bewohner.

Im Fokus der Forscher liegt vor allem der Individualverkehr, dessen Wachstum nach ihren Erkenntnissen laut Projektleiter Prof. Dr.-Ing. J. Alexander Schmidt nicht zum Vorteil der Stadt verlaufen sei. Weiter mein Schmidt dazu: „Nimmt der motorisierte Individualverkehr weiter zu – wie es einige Studien prognostizieren – wird dies Einfluss auf den Stadtraum und damit auch auf die Lebensqualität in Städten haben.“

Vor diesem Hintergrund wollen die UDE-Wissenschaftler gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) untersuchen, wie der Verkehr in der Stadt der Zukunft alternativ aussehen könnte. Unterschiedliche Szenarien, wie z.B. „Die schöne Stadt“ oder „Die alternde Stadt“ werden untersucht sowie in welchem Umfang sich die Stadtbewohner überhaupt für alternative Möglichkeiten der Fortbewegung (Elektroauto) interessieren könnten. „Es interessiert uns, welche nachhaltigen Mobilitätslösungen sich in der Metropole Ruhr künftig durchsetzen lassen – für den Berufspendler genauso wie für den Freizeitradler oder Einkaufstouristen“, so Projekt-Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Hanna Wehmeyer vom ISS.

Quelle: Universität Duisburg-Essen (UDE), www.sonnenseite.com

Foto: Brainding



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